Badersleben

Als "Badeslewa" wurde der Ort 1084 erstmals urkundlich erwähnt. Auf eine wesentlich längere Besiedlung weisen jedoch bronzezeitliche Grabhügel, Grenzsteine und eine mittelalterliche Gerichtsstätte hin. Eine Ringmauer mit 4 Türmen umschloss den

Ort und 1479 wird der Ort als befestigter Platzt bezeichnet. Zwei dieser Türme sind noch heute erhalten. Das Kloster Huysburg verkaufte den freien, durch Feuer zerstörten Klosterhof in Badersleben an das Kloster Marienthal in Eldagsen.

Der Name übertrug sich auf das Kloster Mariebek oder Marienspring.

1810 wurde das Kloster auf Weisung von Napoleon Bonaparte aufgelöst. Der Baron von Gusted aus Danstedt kaufte 1835 das Klostergebäude und gründete die, 1939 geschlossene, Ackerbauschule. Heute findet in den restaurierten Gebäuden die Grundschule der Gemeinde ihren Platz.

Die Klosterkirche mit der Kanzel aus dem Jahr 1575, die evangelische Kirche St. Sixti mit romanischem Turm, das einstige Rathaus aus dem Jahr 1529 und die Bockwindmühle am Ortsrand sind Zeugen der langen Geschichte des Ortes. Auch das Tierarztmuseum und die Heimatstube künden vom Leben vergangener Zeiten. Prächtige Bauernhöfe, liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser, gepflegte Plätze, der Klosterpark sowie ein barocker Dreiseitenhof in der Ortsmitte mit Wassermühle erfreuen den Besucher.

Anziehungspunkt für jung und alt sind die idyllisch gelegene Badeanstalt "Bad am Spring" sowie die moderne Sporthalle.

Albert Klaus- der "Hans Sachs vom Huy" war in Badersleben beheimatet und gilt als bedeutendster Vertreter der plattdeutschen Mundart im nördlichen Harzvorland. Er wurde am 20.02.1872 als ältester von vier Kindern des Schuhmachermeisters Andreas Friedrich Klaus geboren und verlebte seine früheste Jugend im Haus des Großvaters in der Langenstraße.

Später lebt und arbeitet er in der vom Vater eingerichteten Werkstatt in der Taubenstraße sowohl als Schuhmacher als auch als Poet. Die Werkstatt wird zunehmend zum Treffpunkt der heranwachsenden Generation, die hier den Geschichten und Versen lauschen die er nun selbst verfasste. Später gründet er den Zitherverein und leitet den Huysängerbund. Dabei hat er die Gelegenheit eigene Gedichte wie sein „Huylandlied“ zu vertonen. Noch heute sind diese im Repertoire des Männerchores Badersleben.

Als Albert Klaus am 05.12.1945 starb ist sein erstes Buch im Zichfeldt Verlag Osterwieck mit dem Titel „Plattdeutsche's vom Huy“ erschienen. Heute sind seine Arbeiten in Anthologien über die Harzer Mundart zu finden und auch Badersleben ehrt seinen Dichter, der in Prosaschriften wunderschöne Naturbeschreibungen, reizvolle Tier- und Jagdgeschichten verfasste. Mit urwüchsigem Humor schilderte er möglichst lustige Begebenheiten und war eng mit seiner Heimat verwurzelt.

So trägt nun heute eine 1998 erbaute Strasse den Namen „Albert Klaus Strasse“ und auch die Grundschule wurde nach ihm benannt.

In der Taubenstrasse 17 finden wir eine Gedenktafel am Geburtshaus des Heimatdichters folgender Inschrift „In Vaterhus hier word eck jung hier wuchs eck op hier word eck grot.“

Mehr zur Gemeinde Badersleben unter www.badersleben.de

 

Sehenswertes

 

*   Wasser- und Motormühle

*   ehemaliges Rathaus aus dem Jahre 1592

*   evangelische Kirche St. Sixti mit romanischem Turm

*   Marienkloster

*   Bockwindmühle 

*   Spieltorturm

*   Sudentor

*    Heimatmuseum

*   Tierarztmuseum (einzigartig in Deutschland) 

 

 

 

Traditionelle Feste und Veranstaltungen

 

*   Mühlenfest zu Pfingsten

*   Huy- Burgen- Lauf

*   Vereinsfest

*   Oktoberfest

*   Advent in den Höfen