Der schwarze Ritter

Dem Ritter von Hakeborn gehörte die Ohlenburg in alter Zeit,
seine Räubereien waren gefürchtet weit und breit,
Roß und Rüstung waren schwarz wie die Nacht,
seine Knechte haben viele Kaufleute umgebracht.

Ein Bischof schickte Kriegsknechte aus,
die machten den Raubrittern den Garaus,
von der Ohlenburg blieben nur Schutt und Scherben,
das Raubgesindel musste elendig sterben!

Der schwarze Ritter hatte sich tapfer gewehrt,
ihm gelang die Flucht auf seinem Pferd,
bis zum Hoikentalturm war er gekommen,
dort wurde er gefangen genommen.

Dem Ritter von Hakeborn schlug man den Kopf ab,
das Verlies der Warte wurde des verfluchten Grab,
In mondheller Nacht steiget er zur Geisterstunde,
aus des Turmes dunklem Grunde.

Der schwarze Ritter hat den Menschen Rache geschworen,
wer ihm begegnet, der ist verloren!
Erst wenn der Hoikentalturm in Trümmern lieget,
der böse Geisterspuk verflieget!