Karl Hohmann

Nur wenige Baderslebener kannten die kreativen Fähigkeiten von Karl Hohmann, kaum jemand wußte, daß er bereits 1923 seine ersten Gedichte schrieb.
Ein selbstgefertigter Band "Heimatgedichte" (1/3 auf Platt geschrieben) ist im Heimatmuseum Badersleben ausgestellt.

Wer hatte dem gelernten Sattler und dann zeitlebens im Büro Tätigen diese Begabung zugetraut?

1906 wurde Karl Hohmann in Badersleben geboren, wuchs mit vier Brüdern in der Schmalbachstraße 4 auf und heiratete 1931. Mit seiner Frau Elisabeth hatte er drei Kinder. Die Familie wohnte jahrzehntelang in der Mönchhofstraße 2.

 

Der rote Faden in der Dichtung Karl Hohmanns war sein Lebensalltag. Kein Thema war ihm fremd: die Liebe zu seiner Frau, sein Gottvertrauen, die Jahreszeiten, Albert Klaus, das Wirtshaus U-Boot, Marienspring und Kuhberg, Daneilshöhle und Brocken, Landschule früher und heute, das KZ-Außenlager Langenstein-Zwieberge, die atomare Bewaffnung, und -immer wieder- die deutsche Teilung, verbunden mit Anklage und Sehnsucht. Auch humorvolle Texte finden wir in seinem Nachlass.
Er starb 1979.



Quelle: Festschrift "925 Jahre Badersleben"