Erich Hummitzsch

Er betrieb hier im Ort ein Malergeschäft.  Aus seiner Hand stammen auch viele Gemälde, die die enge Verbundenheit zu seinem Heimatort ausdrücken. Der Malermeister kannte die bevorzugten Ansichten zu jeder Jahreszeit und aus den schönsten Perspektiven. Seine Werke waren sehr begehrt, oft noch mit einem Spruch vom Heimatdichter Albert Klaus versehen "Mien Heimatdörp Barslewwe". In diesem Sinne sind seine Gemälde, auch in Zeiten moderner Malerei, Schaustücke, die das Herz erfreuen.

Am 24. Oktober 1907 wurde Erich Hummitzsch in Badersleben geboren. Zusammen mit seinen 7 Geschwistern wuchs er in der Gärtnerei in der Schmalbachstraße 19 auf.

 

Bei Wilhelm Herbst erlernte er den Malerberuf. Anschließend besuchte er das mecklenburgische Malertechnikum in Lütheen. Dieses musste er infolge der Inflation aus Geldmangel verlassen. 

Er heiretete im Februar 1936 Lina Herbst. Aus dieser Verbindung gingen die Kinder Ottfried und Hiltrud hervor. Mit seiner Familie wohnte er in der Taubenstraße 3.

Von 1941 bis 1945 war er erst Soldat und dann in französischer Gefangenschaft.

 

Mit Facharbeiterbrief und Meistertitel führte er das Malergeschäft seines Schwiegervaters weiter und erwarb sich einen Namen mit seinen nebenbei gemalten Bildern. Viele ältere Baderslebener werden sich erinnern, wie Erich Hummitzsch mit seinem "Dienstfahrzeug" (Handwagen mit Leiter und Farbtöpfen) zu seinen Arbeitsstellen fuhr; manchmal sogar bis nach Vogelsdorf und Huy-Neinstedt.  Wärend der DDR-Zeit war der ständige Mangel an brauchbaren Farben und Pinseln ein großes Hemmnis für seine künstlerische Tätigkeit. Auch die Notwendigen Rahmen waren ein Problem. Deshalb fertigten ihm die Baderslebener Handwerker oft Rahmen an. Er starb am 16. September 1989. Durch seine wunderschönen Bilder bleibt Erich Hummitzsch in Badersleben unvergessen.


Quelle: Festschrift "925 Jahre Badersleben"