o   Mühlen im Huy

So lange Welten stehen,
So lange Menschen leben,
Werden Mühlräder gehen,
Durch Wasser, Dampf und Wind.

Die älteste Maschine der Welt, die Mühle, wurde vor etwa 7.000 Jahren erfunden, als die ersten Jäger und Sammler sesshaft geworden waren. Aus der ursprünglichen Reibemühle, die noch per Hand betrieben werden konnte, entwickelten sich im Laufe der Jahrtausende immer größer dimensionierte Geräte. Nach dem Einsatz von Tierkraft musste schließlich auf die Naturkräfte Wasser und Wind zurückgegriffen werden. So sind in unserer Region seit dem Mittelalter Wasser- und Windmühlen nachgewiesen.

Während einstmals jedes Dorf mindestens eine Wind- oder Wassermühle besaß, die zum Vermahlen von Getreide oder für die Energieerzeugung eingesetzt wurden, gibt es heute nur noch wenige Mühlen, die an vergangene Zeiten erinnern. Zunehmend engagieren sich jedoch Menschen für deren Erhalt und die Bewahrung damit verbundener Traditionen. Im Harz und seinem Vorland kann man mittlerweile mehrere dieser technischen Zeitzeugen bewundern.

Der Harzer Förderkreis e.V. hat in Zusammenarbeit mit der Procon GmbH Quedlinburg im Rahmen eines Projekts die Mühlen in unserer Region erfasst und ihrer Geschichte nachgespürt. Pünktlich zum Deutschen Mühlentag am erscheint nun im Anderbeck Verlag der vom Harzer Förderkreis herausgegebene kleine Mühlenführer „Es klappert die Mühle ... Mühlen im Harz und Harzvorland“ In Wort und Bild erzählt er von den Mühlen im Mühlendreieck Huy (Bockwindmühlen in Anderbeck und Badersleben, Wassermühlen in Huy-Neinstedt und Badersleben, Motormühle Badersleben), von den Bockwindmühlen in Danstedt und Wulferstedt, den Wassermühlen in Klein-Quenstedt, Ilsenburg, Minsleben, Thale und Ritzgerode, der Regensteinmühle und der Münzmühle in Blankenburg sowie von den Turmwindmühlen in Warnstedt und Endorf. Informationen zu Besichtigungsmöglichkeiten, Aktivitäten am Deutschen Mühlentag und darüber hinaus, eine Einführung in die jahrtausende alte Mühlengeschichte, alte Müllersprüche und ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen runden den Mühlenführer ab. Er lädt Menschen ein, sich mit diesem Teil der Technikgeschichte näher zu befassen und die Mühlen selbst in Augenschein zu nehmen.

Der Mühlenführer wird erstmals zu Pfingsten bei den jeweiligen Mühlen angeboten. Er ist darüber hinaus im Buchhandel und direkt beim Anderbeck Verlag erhältlich.
(44 S., ca. 80 Farbabb., EUR 5,90, ISBN 3-937751-31-9).

 

Quellennachweis:

 

DGB Halberstadt

Gewerkschaftliche Informationen für die Region Harz

Mühlen: Broschüre vom Harzer Förderkreis